Erste Pressestimmen: 

 

"Ohne Vanille versinkt die Welt im Chaos. Thomas Raab ist zu seinem Serienhelden zurückgekehrt, ...Das hat Raab gut gemacht. Er zielt nicht nur auf Pointen ab. Wobei es bestimmt nicht nur ihm Spaß gemacht hat, wenn ein Polizeibeamter im breiten Wienerisch sagt: „Oisa wos is! Woschen S’ Eana jetzt endlich?“

Und sich der Metzger mit der Gegenfrage unbeliebt macht: „Welche Erna soll ich waschen?“....

Es wird der Moment kommen, an dem man durchblickt. Chaos ist nur ein anderes Wort fürs Leben (meint Thomas Raab)... Sehr überraschend alles. Diese Serie hat keine Abnützungserscheinungen...."

KURIER, Peter Pisa

 

"... Bis man den Ernst der Lage für den behäbigen Antihelden erkennt, ist man schon mittendrin in einem actionreichen Thriller mit geköpften Albanern, Clan-Chefs und Geheimagenten. Das rote Sofa am Cover spielt dabei ebenso eine Rolle wie Willibalds Hausmeister-Freund Petar, ein prominenter Heurigen-Wirt und ein Elefantenbulle. Dass Metzgers Herzensdame in Gefahr ist und nicht die, die sie zu sein scheint, dämmert dem verhinderten Bräutigam bald. Was anfangs wie eine Satire auf Wienerisch daherkommt, entwickelt sich rasant zu einem blutrünstigen Mafia-Epos, das reich an Leichen und Stereotypen ist. Zu entschlüsseln gibt es dabei nicht nur die Codes der Agenten, sondern auch so manche Anspielung des Autors (etwa auf den einstigen „Vonsinnenminisda“ Kickl). In das Gesamtpaket aus überraschenden Wendungen und witzigen Pointen verpackt Raab aber auch Wissenswertes über Bandenkriminalität oder Gesellschaftskritisches wie Ausländerfeindlichkeit. Dieser Metzger-Fall, auf den seine Fans vier Jahre warten mussten, ist jedenfalls anders als die vorangegangenen sieben. Ob es noch einen neunten Band für die Freunde skurrilen Humors geben wird? Das Romanende lässt es hoffen. Geheiratet wird jedenfalls doch: „Denn schöner könnten die Worte eines Kapitäns, der selbst kein schiacher Waschl ist – nur arm vielleicht, weil wahrscheinlich muss er für seine clooneyeske Erscheinung in jeder Hafenstadt von der Nordsee bis zum Kap der guten Hoffnung ordentlich Alimente blechen. –, ja gar nicht sein. ,Hiermit erkläre ich euch zu Mann und Frau!‘

(KLEINE ZEITUNG, Karin Waldner-Petutschnig, 6.12.2020)

  

 

 "Es ist vielleicht der persönlichste Fall den sich der behäbige Restaurator Metzger vornehmen muss: Wo ist seine geliebte Daniela mit ihrem wunderbaren Jugo-Wienerisch (das keiner so charmant einfängt wie Raab)... Eine ziemlich gefährliche Geschichte in der auch zwei nicht eben zartbesaitete verfeindete  Clans eine Rolle spielen.... Ernste Themen finden bei allen Skurrilitäten und amüsanten Wendungen auch noch Platz, die bewährten raab'schen Wortwitze und -spiele begleiten den Leser durch die wie immer leicht waren witzige Handlung... Klingt lustig? Und wie. 

DIE PRESSE / Mirjam Marits 

 

 

„Ein großartiges Werk … Thomas Raab legt wieder unglaublichen Humor an den Tag und erzählt wunderbar. Eine herrliche Unterhaltung!“

ORF „Guten Morgen Österreich“, Johannes Kößler (Buchhandlung „Seeseiten“)

 

":... Sprachlich ist der österreichische Autor ein Ausnahmetalent. Es gibt mittlerweile nicht wenige Autoren, die versuchen, seinen Stil zu kopieren - und zumeist kläglich daran scheitern. Aber auch inhaltlich geht Raab andere Wege: Ihm sind seine Figuren wichtig, die sich durch ihren Alltag hangeln, mit ihren kleineren bis größeren Problemen zu kämpfen haben und dabei zufällig über Verbrechen stolpern. Der aktuelle Roman stellt insofern eine Besonderheit dar, da er für Raabs Verhältnisse ungewohnt schonungslos ist; Gewaltorgien und Brutalität sind dem Autor nämlich ansonsten weitestgehend fremd... Raab-Fans werden auch diesmal begeistert sein: Sprachlich brennt der Autor erneut ein Feuerwerk ab. Selten aber hat Thomas Raab in dieser Deutlichkeit gesellschaftliche Missstände und soziale Kritik geübt... Raabs neuester Roman ist daher etwas anders - nicht weniger skurril, aber in gewisser Weise ernster. Aber vielleicht ist gerade dies ein Abbild unserer Zeit. (KRIMI-COUCH.de / Thomas Gisbertz)


 

 

INHALT: 

 


Die Danjela Djurkovic, das ist ja an und für sich eine, die Licht ins Leben anderer Menschen bringen kann. So wie auch in das Dasein ihres Willibald, der nun endlich auf den längst ausgesprochenen Heiratsantrag Taten folgen lassen will. Ergo plant seine Holde ein Fest mit großem Tamtam und quartiert ihn vor der Hochzeit aus der Wohnung in seine Werkstatt ein, „weil steigert Vorfreude und Spannung!“ Mit weitreichenden Konsequenzen.

Denn kurz vor dem Ja-Wort, ist es plötzlich vorbei mit der Romantik: Ein bedrohlich aussehender Kerl betritt den Ort des Geschehens. Danjela lässt den erstarrten Willibald vor der gesamten Hochzeitsgesellschaft  stehen – und verschwindet. Eskalt. Dafür tauchen draußen in der Stadt ein paar Tote auf, denen man rein optisch schon zu Lebzeiten nicht gern begegnen würde. Kategorie Türsteher, Auftragskiller.

Der Metzger fällt in ein tiefes Loch, schottet sich völlig ab, bis ihm endlich der Gedanke kommt, es könnte tiefergehende Gründ für Danjelas Verhalten geben, als dieses simple, schnöde Liebeseinmaleins. Denn was weiß er schon über ihre Vergangenheit? So gut wie nichts. Und was daran ist Lüge, was wahr? 

Seine verzweifelte Suche führt den Metzger direkt hinein in die erbarmungslosen Machenschaften eines Familienclans, und stellt ihn völlig ausgeliefert zwischen die Fronten. Keine Chance hätte er, wäre da nicht sein einzig wahrer Freund Hausmeister Petar Wollner samt Pritschenwagen und Heldenmut...



HAYMON Verlag

ISBN 978-3-7099-8105-4